TrientTouristic information about the city, the provinces and localities
Geschichte
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Localities in the province
Trient (italienisch Trento; trentinisch Trènt; ladinisch Trënt) ist die Hauptstadt des Trentino und mit Bozen Hauptstadt und Verwaltungssitz der autonomen Region Trentino-Südtirol, der nördlichsten Verwaltungsregion von Italien. Die Stadt hat 108.577 Einwohner (Stand 2004 ISTAT). Das Zentrum befindet sich auf einer Höhe von 194 m. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Fläche von 158 km². Die Stadt ist auch der Sitz eines Erzbischofs und Sitz der Universität Trient mit etwa 15.000 Studenten. Nach der Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore war Trient 2007 die Stadt mit der höchsten Lebensqualität in Italien (2006: Platz 4).[1]
Geschichte
Schon in der Vorgeschichte war das Etschtal besiedelt und eine wichtige Verkehrsroute. In rätischer Zeit bestand bereits ein System von Wegen. Die Römer verwandelten die rätischen Routen in teilweise befestigte Straßen, die bei der Eroberung und Erschließung der alpinen Regionen hilfreich waren.
Trient wurde von Kelten gegründet und später von den Römern erobert (Tridentum). Nach dem Fall des Weströmischen Reichs im Jahr 476 fiel die Stadt unter verschiedene Herrschaften, bis Heinrich II., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, im Jahr 1004 beschloss, den Bischöfen die weltliche Gewalt zu übertragen (Hochstift Trient). Das 1027 von Konrad dem Salier gesetzte Siegel eröffnete ein neues Kapitel der Trienter Geschichte, während der sich die Stadt über acht Jahrhunderte behauptete.
1407 kam es in Trient zu einer Revolution. Adelige und Bürger der Stadt erhoben sich gegen den Bischof Georg von Lichtenstein (1390-1419). Gleichzeitig kam es zu Bauernaufständen in anderen Teilen des Trentino, so dass sich Herzog Friedrich mit der leeren Tasche gegen den Bischof wandte und ihn aus Trient vertrieb.
Die historische Bedeutung der Stadt liegt vor allem im Konzil von Trient von 1545-1563, das der Gegenreformation zum Auftrieb verhalf und ihren geistigen Rahmen bestimmte. In diese Zeit fiel auch die Neugestaltung von Teilen der Stadt im Renaissancestil. Trient war Sitz der Fürstbischöfe, die auch weltliche Macht ausübten. Ab etwa 1700 kam durch den Barockstil eine neue architektonische Prägung dazu.
Die Existenz des Fürstbistums endete 1796 durch den Einmarsch napoleonischer Truppen. Danach wurde das Gebiet Teil des Kaisertums Österreich, später Österreich-Ungarns. Im 19. Jahrhundert begann mit der Verwirklichung technischer Werke wie der Verlegung der Etsch 1858 und dem Bau der Brennerbahn 1859 eine moderne Stadtentwicklung, es entstanden Palazzi der Staatsverwaltung und große Hotels.
Nach dem Ersten Weltkrieg fielen die Stadt und das Trentino durch den Vertrag von Saint-Germain an das Königreich Italien. Nach der Absetzung von Mussolini im Jahre 1943 wurde die Provinz Trient zusammen mit den benachbarten Provinzen Südtirol und Belluno Teil der sogenannten deutschen Operationszone Alpenvorland.
Seit den 50er Jahren erfreuen sich sowohl die Stadt als auch die ganze Region eines beständigen wirtschaftlichen Wachstums und gehören heute zu den wohlhabendsten Regionen Italiens. Die Provinz Trient genießt in bestimmten Kompetenzen eine teilweise Autonomie.
In Trient befindet sich das Italienisch-deutsche Historische Institut.
Trient wurde durch die Alpenkonvention zur Alpenstadt des Jahres 2004 erklärt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
An kulturellen Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten wären in Trient vor allem zu nennen:
Schloss Buonconsiglio, ehemaliger Sitz der Fürstbischöfe
Kirche S. Maria Maggiore, 1520 im Renaissancestil erbaut
Domplatz mit der Kathedrale San Vigilio, Palazzo Pretorio und dem Neptunbrunnen
verschiedene Palazzi im Zentrum
Auf der anderen (rechten) Etschseite:
Seilbahn nach Sardagna (bietet einen Ausblick auf die Stadt)
Kirche S. Apollinare, 14. Jahrhundert
Kirche San Lorenzo, 12. Jahrhundert
Dante Alighieri-Denkmal
Museen
Landeskunstmuseum im Schloss Buonconsiglio
Historisches Museum von Trient im Schloss Buonconsiglio
Tridentinisches Diözesanmuseum und urchristliche Basilika, Domplatz
Tridentinisches Naturkundemuseum
Museum des Trentiner Alpenvereins
Städtische Galerie zeitgenössischer Kunst
Museum Moderner und Zeitgenössischer Kunst (gemeinsam mit der Stadt Rovereto)
Historisches Museum der Gebirgstruppen
Museum „Gianni Caproni“ – Luftfahrt, Wissenschaft und Innovation
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