loading ...Der Braccianosee, italienisch: Lago di Bracciano, lateinisch: Lacus Sabatinus, ist ein beinahe kreisförmiger See in der (Region Latium) in Mittelitalien. Er liegt etwa 33 km nordwestlich vom Stadtzentrum Roms und ist nach dem Bolsenasee der zweitgrößte See der Region Latium.
Der Braccianosee liegt in der vulkanisch aktiven Region des Vulcano Sabatino ist selbst jedoch kein Kratersee. Die Vulkanaktivität begann vor etwa 600.000 Jahren südlich des Monte Soratte und setzte sich an mehreren größeren und kleineren Ausbruchstellen fort, darunter die Krater des Valle Baccano, des Stracciacappa und des Lago di Martignano. Dabei entleerte sich eine in 4 km Tiefe liegende Magmakammer und stürzte schließlich ein. Die entstandene Senke füllte sich darauf mit Wasser. Die eruptive Phase des Vulcano Sabatino endete vor etwa 40.000 Jahren.[3] Heiße Mineralquellen und Gasaustritte in seiner Umgebung zeugen jedoch immer noch vom vulkanischen Ursprung des Braccianosees.
Schutz
1999 wurde der Parco Naturale Regionale di Bracciano-Martignano, der sowohl den Braccianosee als auch den Lago di Martignano umfasst, als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Um die Wasserqualität des Wasserreservoirs zu schützen, ist auf dem See die Verwendung von Motorbooten für Privatpersonen untersagt. Daher eignet sich der See besonders für Wassersport wie Segeln, Surfen oder Kanufahren.
Tourismus
Der Braccianosee ist ein beliebtes Ziel von einheimischen und auswärtigen Urlaubern und Ausflüglern. Am Seeufer gibt es verschiedene Strände und Campingplätze. Namensgebender Ort ist Bracciano im Westen mit seiner von weitem sichtbaren Burg. Das mittelalterliche Städtchen Anguillara Sabazia besitzt eine lange Seepromenade. Im Norden liegt das ebenfalls sehenswerte Trevignano Romano. Am Südufer, bei Vigna di Valle, befindet sich ein sehenswertes Luftfahrtmuseum.
Im Sommerhalbjahr werden die Orte mit Linienschiffen verbunden.