loading ...Das Gebiet der Ciociaria lässt sich nicht eindeutig abgrenzen. Traditionell wird das Bergland südlich und nördlich des Saccotals als Ciociaria bezeichnet, also die Monti Ernici, Monti Lepini und Monti Ausoni. Historisch war es der Teil des Bezirks des Kirchenstaats Campagna e Marittima, der östlich des Flusses Aniene und der Albaner Berge liegt. Heute wird die Ciociaria oft auch mit der Provinz Frosinone gleichgesetzt, obwohl sich der Ostteil der Provinz, der 1927 vom ehemaligen Königreich Neapel dazu kam, kulturell und dialektal deutlich unterscheidet. Teilweise werden auch die angrenzenden Berglandschaften der Provinzen Latina und Rom dazu gezählt.
Die Ciociaria war bis zum Zweiten Weltkrieg eine der ärmsten Regionen Italiens. Beim Vorrücken der Alliierten auf Rom 1944 (siehe auch: Schlacht um Monte Cassino) erlebte die Region schwerste Kriegszerstörungen. Noch bis in die 1960er Jahre wanderten viele Bewohner in norditalienische Großstädte oder nach Nordeuropa und Amerika ab. Durch die Industrialisierung des Saccotals und durch den Bau der Autostrada del Sole A1 von Rom nach Neapel 1962, wurde der Lebensstandard jedoch stark gesteigert.
Tourismus
Obwohl die Ciociaria spektakuläre Landschaften, traditionelle Kultur und zahlreiche Kunstschätze aufweisen kann, ist sie touristisch noch weitgehend ein weißer Fleck und steht vor allem im Schatten Roms.
Größter Anziehungspunkt ist die bekannte Kurstadt Fiuggi mit ihren Thermalquellen. Interessante historische Stadtbilder weisen vor allem Alatri, Anagni, Ferentino und Veroli auf. Überregional bedeutende Klöster sind Casamari, Fossanova und die Certosa di Trisulti.
Typische Produkte
Die Ciociaria ist ein Weinanbaugebiet das in den letzten Jahren an Bedeutung gewann. Bekannte Weine sind der Cesanese del Piglio, der Cabernet di Atina und der Sanmichele di Arce. Weiterhin spielt die Produktion von Olivenöl eine große Rolle. Das Gebiet um Amaseno ist bekannt für den Büffelmozzarella. Ein weiterer typischer Käse ist der Marzolina.